dortmund-project – ein Erfolgsmodell
Das neue Dortmund setzt auf Zukunftsbranchen. IT, Logistik, Mikro-/Nano- und Biotechnologie – Dortmund baut seine Zukunft auf Hightech.
Seit dem Start des dortmund-project sind in diesen Zukunftsbranchen zahlreiche neue Unternehmen und Arbeitsplätze entstanden. Mittlerweile ist die Westfalenmetropole einer der führenden Hightechstandorte Europas. Gefördert werden dabei nicht nur Wirtschaft und Bildung, sondern auch Wohn-, Kultur- und Freizeitprojekte, die die Stadt zu einem modernen Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität machen – dem „neuen Dortmund“.
Der Grundstein für diese positive Entwicklung wurde im Mai 2000 gelegt, als die Stadt und die ThyssenKrupp AG in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung McKinsey das dortmund-project ins Leben riefen. Mit breiter Akzeptanz aller Beteiligten bündelt es Kräfte aus Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft in einem außergewöhnlichen Netzwerk. Zu den Aufgaben der Initiative gehört es, optimale Rahmenbedingungen für die Ansiedlung neuer Unternehmen zu schaffen, und gleichzeitig den etablierten Branchen mit geeigneten Maßnahmen zur Seite zu stehen. Mittel- und langfristig soll die Beschäftigungssituation in Dortmund so erheblich verbessert werden. Vor allem durch die Förderung der Zukunftsbranchen Informationstechnologien, Logistik, Mikro-/Nano- und Biotechnologie ist Dortmund bereits zu einem der führenden Hightechstandorte Europas und zu einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaftsmetropole geworden.
Optimale Voraussetzungen für Hightech-Unternehmen
Zu diesem Erfolg haben Einrichtungen und Initiativen wie die MST.factory dortmund, der e-port-dortmund und die Kampagne Locate IT sowie die Wettbewerbe start2grow und ziel.wachstum beigetragen. Die MST.factory dortmund ist das erste Gründungs- und Entwicklungszentrum für Mikrosystemtechnik in Deutschland. Sie stellt jungen Unternehmen Arbeits-, Labor- und Reinräume sowie das nötige Equipment zur Verfügung.
Mit dem e-port-dortmund hat das dortmund-project ein Gründer- und Kompetenzzentrum speziell für den Bereich e-Logistik geschaffen. Darüber hinaus fördert es die Modernisierung der bereits bestehenden Wirtschaftszweige. Für die Ansiedlung ausländischer Unternehmen zeichnet in Zusammenarbeit mit der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Dortmund die Initiative Locate IT verantwortlich.
Die Zahl der Beschäftigten steigt
Bis zum Jahr 2010 will die Stadt Dortmund im Rahmen des dortmund-project insgesamt 67 Millionen Euro aufwenden, um unternehmerische Initiativen anzustoßen. Innerhalb eines flächendeckenden Netzwerks sind bereits Kommunikationsforen entstanden, in denen sich niedergelassene und neu gegründete Unternehmen austauschen. Mittlerweile haben mehr als 41.293 Menschen in über 1.698 Unternehmen der genannten Zukunftsbranchen ihren Arbeitsplatz. Die Stadt zählt 800 IT- und Software-Firmen mit 12.700 Beschäftigten. Dortmund ist damit der größte Softwarestandort in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 3.000 Beschäftigte in 100 Unternehmen haben sich auf E-Commerce spezialisiert und rund 831 Firmen beschäftigen fast 26.140 Menschen im Bereich Logistik. Allein zehn Prozent der europaweit Beschäftigten in der Medizintechnik arbeiten in der Westfalenmetropole. Mit 45 MST-Unternehmen ist Dortmund der größte MST-Cluster Deutschlands und einer der größten in Europa.
Ausbildung auf höchstem Niveau
Ein Spitzenstandort der Hightech-Branche erfordert gut ausgebildete Fachkräfte. Die Initiative Menschen und Kompetenzen des dortmund-project unterstützt diesen Aspekt mit zahlreichen Maßnahmen. Dazu gehört unter anderem der jährlich stattfindende Wettbewerb Juniors of the Year (JOY) für Auszubildende in der IT-Branche. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des unternehmerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses. Unternehmen und Hochschulen arbeiten eng zusammen, um eine praxisnahe Ausbildung garantieren zu können. Allein 6.000 IT-Studenten sind in Dortmund eingeschrieben. In nur vier Semestern können sie zum Beispiel an der International School for Advanced Study in Information Technology (ITC) den Abschluss "IT-Professional" erwerben. Insgesamt 50.000 Hochschüler technischer und naturwissenschaftlicher Fächer studieren im Umkreis von 100 Kilometern. So können Dortmunder Unternehmen künftig in der gesamten Region auf einen großen Pool von Spezialisten zurückgreifen.
Alte Flächen für neue Nutzer
Das dortmund-project fördert aber nicht nur das Entstehen von Arbeitsplätzen und eine gute Ausbildung, es will auch den Wohn- und Freizeitwert in Dortmund erhöhen und so die Lebensqualität allgemein verbessern. Über 700 Hektar Brachfläche stehen für eine moderne Stadtentwicklung zur Verfügung. Die Wiederbelebung von Industriebrachen besitzt dabei oberste Priorität. Allein für die neuen Führungsindustrien wurden fünf Standorte ausgewiesen: auf dem ehemaligen Hüttenwerksgelände PHOENIX, im TechnologieParkDortmund, im Hafen, nahe der City und auf der Stadtkrone Ost. Glanzlicht wird der 24 Hektar große PHOENIX See, an dessen Ufer 1.300 hochwertige Wohnungen und Freizeiteinrichtungen entstehen.
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