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Einblick in kleinste Zusammenhänge - Potential für große Erfolge

Die Mikrotechnik hat den Fokus aufs Detail gelenkt: In zahlreichen Disziplinen haben ihre Entwicklungen neue Perspektiven geschaffen.

Mikrotechnik

Mit Mikrotechnik funktionieren heute zum Beispiel mechanische Zerstäuber für Asthmamedikamente oder Sensoren für Airbags. Dortmund ist einer der größten Standorte für Mikrotechnik in Europa. Rund 2.274 Beschäftigte arbeiten heute in den 45 Dortmunder MST-Unternehmen, ihre Zahl stieg in den letzten Jahren durchschnittlich um 15 Prozent pro Jahr. Zum umfangreichen MST-Cluster in Dortmund gehören darüber hinaus wissenschaftliche Einrichtungen, Ausbildungsverbünde und Kapitalgeber. Vier Kompetenzzentren ermöglichen jungen Mikrotechnik-Unternehmen die kostengünstige Produktentwicklung. Von diesem optimalen branchenspezifischen Umfeld profitieren Unternehmensgründer sowie ansiedlungswillige MST-Unternehmen, die das dortmund-project im In- und Ausland anspricht. So wird die Spitzenstellung Dortmunds im internationalen MST-Ranking gesichert und weiter ausgebaut.

Wissenstransfer und Kontaktplattform: Das MST-Cluster

Mit der Entwicklung zu einem herausragenden europäischen Standort der MST-Branche ist in Dortmund ein Cluster entstanden, das wiederum optimale Bedingungen für das weitere Wachstum der bestehenden und die Ansiedlung neuer Unternehmen der Branche bietet. Zum Cluster gehören Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute, Ausbildungsnetzwerke, Kapitalgeber sowie vier Kompetenzzentren mit modernsten Geräten und einem weit reichenden Dienstleistungsangebot für Gründer und bestehende Unternehmen. Es ist Plattform für Kontakte, Kooperationen und Wissenstransfer. Diese Synergieeffekte werden durch die IVAM, den internationalen Fachverband für Mikrotechnik, verstärkt. Das dortmund-project forciert die Erweiterung des MST-Clusters und engagiert sich unter anderem im Bereich der Unternehmensfinanzierung. Ein Beispiel ist die Vorbereitung eines regional ausgerichteten Risikokapital-Fonds für Hochtechnologie-Unternehmen.

Zukunftsräume: Kompetenzzentren für Mikrotechnologie

Geschwindigkeit bei der Produktentwicklung ist in der Mikrotechnik entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg. Dies erfordert Know-how und hohe Investitionen in technische Ausstattung. In Dortmund stehen jungen Mikrotechnik-Unternehmen vier Kompetenzzentren zur Verfügung, die ihnen die technische Ausrüstung und fachliche Unterstützung bei der Entwicklung und Fertigung neuer Produkte bieten.

Die Vorteile der Kompetenzzentren für neue und junge Unternehmen sind:

  • geringe eigene Investitionskosten
  • fachliche Begleitung bei der Entwicklung durch erfahrene Fachleute
  • schnelle Produktentwicklung
  • enger Kontakt zu Hochschulen und Forschungsinstituten
  • Hilfe bei der Unternehmens- und Finanzierungsplanung sowie Kapitalbeschaffung
  • Unterstützung bei Qualitätsmanagement und Marketing

Die vier Kompetenzzentren sind unterschiedlich ausgerichtet, um jeweils ein optimales branchenspezifisches Umfeld und Know-how bieten zu können.

  • Die MST.factory dortmund stellt Büro-, Labor- und Reinräume zur Verfügung und ermöglicht den Zugang zu hochspezifischem Equipment. Ein neues modernes Gebäude für das größte MST-Kompetenzzentrum ist das erste Bauvorhaben auf dem ehemaligen Hochofengelände Phoenix West. Bis zur geplanten Eröffnung im April 2005 werden alle Dienstleistungen der MST.factory dortmund im TechnologieZentrumDortmund angeboten.
  • Das BioMedizinZentrumDortmund bietet Gründern und jungen Unternehmen eine attraktive Infrastruktur für die Umsetzung ihrer Ideen und Konzepte. Die Kompetenzen des BioMedizinZentrumDortmund liegen in den Bereichen Biomedizin, Bioinformatik, Proteinforschung und Biomikrostrukturtechnik.
  • Das Zentrum für Aufbau- und Verbindungstechnik im TechnologieZentrumDortmund unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen in den Bereichen der Silizium-, Sensor- und Mikrosystemtechnologie. Im Mittelpunkt stehen die Konzeption von Mikrosystemen, die Entwicklung von Prototypen, Muster- und Nullserien sowie die Erprobung neuer Fertigungsverfahren.
  • Das Zentrum für Mikrostrukturtechnik im TechnologieZentrumDortmund hat sich auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung hochwertiger Mikrostrukturen sowie Mikrosysteme und -optiken speziali­siert. Die Überführung spezifischer Produktkomponenten und -systeme in Serienproduktion ist ein weiterer Schwerpunkt.

 

Anwendungsbezogene Forschung und Qualifikation

Der Mikrotechnik eröffnen sich Anwendungsmöglichkeiten in zahlreichen Bereichen – von der Medizin bis hin zum Verkehrswesen. Daher liegt der Schwerpunkt der Wissenschaft auf der praxisorientierten Forschung. Das dortmund-project intensiviert die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und beteiligt sich als Veranstalter an Vortragsreihen und Foren, die einen Brückenschlag zwischen Lehre, Forschung und Praxis herstellen.

Rasant wachsende Branchen wie die Mikrotechnik brauchen ständig neue und hoch qualifizierte Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter. Mit 50.000 Studierenden technischer und naturwissenschaftlicher Fächer im Umkreis von 100 Kilometern können Unternehmen in Dortmund auf einen attraktiven Pool künftiger Fachkräfte zurückgreifen. An der Technischen Universität Dortmund werden die zahlreichen Mikrotechnik-Aktivitäten in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen seit 2001 im "Forschungsverband Mikrotechnik und Nanostrukturen" gebündelt. Neben dem umfassenden Studienangebot gibt es eine Vielzahl gemeinsamer Forschungsprojekte sowie Graduiertenkollegs. Derzeit wird innerhalb des Forschungsverbandes ein Konzept für einen Masterstudiengang Microtechnology erarbeitet. Auch am Institute for Analytical Sciences (ISAS) an der Universität spielt die Mikrotechnologie eine wesentliche Rolle. Die Fachhochschule Dortmund hat der wachsenden Bedeutung des Bereichs mit der Einrichtung eines eigenen Forschungs- und Entwicklungsschwerpunktes "Angewandte Mikroelektronik" sowie mit der Gründung des neuen "Instituts für Mikrosensorik" (IfM) Rechnung getragen. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Bachelor-Studiengangs Mikrosystemtechnik geplant. Auch bei der dualen Ausbildung werden die Angebote weiter ausgebaut. Das Robert-Bosch-Berufskolleg bietet die Ausbildung zum Mikrotechnologen an, das RAG Bildungszentrum bildet Angehörige anderer Berufsgruppen im Bereich Mikrotechnik weiter.

In Kooperation mit der Projekt Ruhr GmbH und dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes NRW hat das dortmund-project das Lernallianzen-Netzwerk Mikrotechnik initiiert, das Schülerinnen und Schüler über die neuen Berufsfelder informiert. Mit Ausstellungen, Informationsveranstaltung­en und Messebesuchen soll das Interesse der Jugendlichen für die Mikrotechnik geweckt werden. Beteiligt sind die Stadt Dortmund, MST-Unternehmen und Bildungsträger. Dieses Engagement wird in der Ausbildungskampagne Neue Technologien weiter geführt, die u.a. im Bereich Mikrotechnik Unternehmen bei der dualen Ausbildung unterstützt sowie Schülerinnen und Schüler mit Informationen für die Berufsmöglichkeiten der Branche gewinnen will.

Um die Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich MST noch bekannter zu machen, hat das dortmund-project gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Dortmund, der IHK Dortmund, der IVAM NRW e.V. und der MST.factory dortmund den "Microtech-Award" ins Leben gerufen. Mit diesem Preis werden jedes Jahr die besten Abschlussarbeiten zum Thema Mikrotechnologie ausgezeichnet.

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