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e-Logistik - Das Tor zu neuen Märkten

Das neue Dortmund ist eine erste Adresse für Logistik: Mehr als 831 Logistikunternehmen sind hier bereits heute zu Hause, in denen über 26.140 Menschen arbeiten.

e-Logistik

Und der Logistik-Markt boomt. Die Umsatzzahlen der Branche sind in Deutschland in den vergangenen Jahren um 17 Prozent auf 28,5 Mrd. Euro angestiegen. Mit dem größten Kanalhafen in Europa besitzt Dortmund traditionell ausgewiesenes großes Know-how und ideale Infrastrukturbedingungen. Als weitere Standort-Faktoren kommen Flughafen, Autobahn- und Schienenanbindung dazu, die durch die EU-Osterweiterung noch an Bedeutung gewinnen werden. Mit einem breit gefächerten Logistik-Netzwerk bietet Dortmund Unternehmen der Branche ideale Voraussetzungen zur Expansion. Das dortmund-project optimiert die Rahmenbedingungen und setzt besonders auf den Bereich der e-Logistik. Dabei profitiert der Standort durch Synergien mit der IT-Branche sowie von ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen. Mit dem e-port-dortmund hat das dortmund-project zudem ein Gründer- und Kompetenzzentrum speziell für den Bereich e-Logistik geschaffen.

Der Synergieeffekt: E-Commerce trifft Logistik

Der e-Commerce – der elektronische Handel via Internet – ist einer der vielversprechendsten Wachstumsmärkte in Europa. Die Deutschen haben im Jahr 2002 Waren in Höhe von rund 4,7 Mrd. Euro per Internet geordert. Prognosen gehen von hohen Zuwachsraten aus. Die Logistikbranche wird davon maßgeblich profitieren. Dabei sind an die Stelle des reinen Transportwesens heute Online-Warenwirtschaft und EDV-gestützte Supply-Chain-Management-Systeme gerückt. Darüber hinaus erwarten die Auftraggeber der Logistikunternehmen heute nicht nur den Transport, sondern einen umfassenden Service von der Verpackung über die werksinterne Logistik bis hin zur Zollabfertigung. Hier liegen die Entwicklungspotenziale der Logistik-Branche.

Lösungen für diese komplexen Anforderungen werden von Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam entwickelt, zum Beispiel vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund. Logistik- und IT-Branche arbeiten hier eng zusammen. Immer mehr Unternehmen, Handel wie produzierendes Gewerbe, lagern ihren Logistik-Bereich aber auch an externe Dienstleister aus, die als Spezialist wirtschaftlicher arbeiteten und auf dem technisch neuesten Stand sind. Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik liegt das Einsparpotenzial durch den Einsatz von intelligenter Logistik bei rund 30 Prozent.

In diesem Umfeld sind innovative Geschäftsideen mehr denn je gefragt. Einer der Trendsetter ist die LogAgency, ein junges Dortmunder Unternehmen. Es bietet die Geschäftsprozesse des e-Commerce inklusive aller Logistik-Prozesse über ein zentrales Internet-Angebot an. Als Internet-Portal vermittelt LogAgency Logistik-Dienstleister, vermietet die komplette Software für den Versandhandel und hilft bei der Lösung unternehmensspezifischer Logistik-Aufgaben.

Hier läuft alles zusammen: e-port-dortmund

Die Potenziale durch die neuen Technologien sind der Ansatzpunkt des dortmund-project. So ist am Hafen das Gründer- und Kompetenzzentrum für e-Logistik, der e-port-dortmund, entstanden, der zu einem Teilprojekt des dortmund-project geworden ist. Der e-port-dortmund ist ein Zentrum für die Weiterentwicklung der Branche: Er ist Treffpunkt, Plattform und Wissensbörse für Unternehmer, Ingenieure und Wissenschaftler aus der Logistik-und IT-Branche. Unternehmen finden hier Büroflächen mit moderner Infrastruktur, Seminarräume sowie ein umfangreiches Service-Angebot vom IT-Netzwerkmanagement bis zur Personalentwicklung. Gründerinnen und Gründer erhalten Unterstützung bei der Erstellung eines Businessplans und werden an Investoren vermittelt. Neu angesiedelte Unternehmen erhalten alle notwendigen Informationen und Kontakte für ihren Unternehmensstart in Dortmund. Die Koordinationsstelle des dortmund-project für e-Logistik ist als Ansprechpartner direkt vor Ort.

Das dortmund-project setzt auf den praxisorientierten und interdisziplinären Wissenstransfer: Mit umfassenden Informationen über aktuelle Entwicklungen können die Unternehmen das Wachstumspotenzial der Branche voll ausschöpfen. Daher ist der e-port-dortmund eingebunden in ein umfassendes Branchennetzwerk: Er ist Mitglied wichtiger Verbände und der Landesinitiative Logistik NRW. Von diesem Netzwerk profitieren bestehende Unter-nehmen ebenso wie Neu- und Ausgründer, die innovative Logistiksysteme entwickeln.

Der e-port-dortmund hat sich auch als Kontaktbörse für potenzielle Kunden und Geschäftspartner etabliert. Das zeigt sich zum Beispiel bei regelmäßigen Veranstaltungen wie dem "3rd Wednesday".

Austausch schafft Innovation

Der technische Fortschritt stellt die bestehenden Logistik-Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dabei haben sich in Dortmund zwei Projekte etabliert, die auf Austausch und Beratung setzen:

  • Mit DiaLog wird der Kontakt zwischen traditionellen Verladern und Spediteuren sowie neuen e-Logistik-Unternehmern gefördert. Die Akteure der Logistikbranche sollen stärker untereinander vernetzt und die Marktfähigkeit speziell der kleinen und mittleren Unternehmen verbessert werden. Bei regelmäßigen Veranstaltungen stellen erfolgreiche Firmen beispielhafte Lösungen vor, in Gesprächen analysieren Experten Innovationspotenziale bei traditionellen Betrieben. Auch Kooperationen werden auf den Weg gebracht.
  • Das Anfang 2000 gegründete eLog-Center, ein Beratungscenter für e-Logistik und Verkehr, berät vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei den Möglichkeiten des praktischen Einsatzes von e-Logistik. Es ist am Forschungsinstitut für Telekommunikation (FTK) in Dortmund angesiedelt, wird vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes NRW gefördert und arbeitet eng mit der Landesinitiative Logistik NRW zusammen.

Kluge Köpfe für komplexe Aufgaben

Universität und Fachhochschule in Dortmund bilden Führungskräfte für die Logistikbranche aus. Seit 1998 können Studierende der Technischen Universität Dortmund den akademischen Grad Diplomlogistiker erwerben. Der Studiengang Logistik ist den fachübergreifenden Anforderungen der Branche entsprechend interdisziplinär aufgebaut und umfasst Inhalte aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik, Statistik und Informatik ebenso wie Maschinenbau.

Zudem werden an der Universität ein zweijähriges Logistik-Zusatzstudium für Wirtschaftswissenschaftler sowie ein Zusatzstudiengang an der privaten Graduate School of Production and Logistics angeboten.

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